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Mietlager erleben auch in Südhessen einen Boom

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Deutschland ist der am schnellsten wachsende Markt in Europa. Und das hat viele Gründe. Erbfall, Scheidung, Renovierung, Auslandsaufenthalt, Sammlungen etwa gehören zu den privaten Anlässen. Oder dass die Wohnungsmieten steigen in der Stadt und Lagermöglichkeiten geringer werden, der Trend zum günstigeren, kellerlosen Bauen anhält. Oder dass es kaum noch den klassischen Dachboden gibt – das ist heute ein Appartement. Aber es gibt auch Anwälte und Notare, die Akten wegen der Dokumentationspflicht aufbewahren müssen, Handwerker, die dort teure Maschinen sicherer untergebracht wissen als in der Werkstatt oder Online-Händler, die ein Zwischenlager benötigen.

Und weil die Phase der dunklen Verschläge und ungesicherten Abrissgaragen vorbei ist, interessierten sich mehr und mehr für dieses Servicepaket. Neue Anlagen wie bei der Möbelspedition Friedrich Friedrich in Griesheim oder von der Prime Selfstorage GmbH am Darmstädter Tacke-Knoten stehen dafür. Branchenkrösus MyPlace aus Österreich beispielsweise kommt auf 300 000 Quadratmeter Lagerfläche an 41 Standorten – einer in Pfungstadt.

 

Branche wird auch für Geldanleger interessant

Die Mieter haben meist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Terminvereinbarung und Zeitstress Zutritt. Videoüberwacht sowie gesondert abgesichert. Und weil die Nachfrage stetig wächst, denkt Ralf Stößel, geschäftsführender Gesellschafter von Fr. Friedrich, an weitere Investments. So wie auch andere Investoren. Die Special Select Invest AG etwa lockt Kapitalanleger mit einer Netto-Mietrendite von rund fünf Prozent. Da können Eigentümer von klassischen Wohn- und Gewerbeimmobilien nur staunen. In den Vereinigten Staaten ist Selfstorage längst für Großanleger interessant, mancher Anbieter an der Börse Milliarden wert. Entwickler und Betreiber wollen solche Immobilien als eigene Assetklasse etablieren. Weil das Ausfallrisiko durch viele Einzelmieter sehr gering ist, lockt das auch Family Offices und viele andere Geldanleger.

Obwohl das Mietlager-Geschäft hierzulande noch nicht ganz die Popularität erreicht hat wie in Frankreich oder den Niederlanden, hinterlässt auch hier die Share-Economy erste Spuren. Denn trotz aller Raumknappheit auf der einen Seite, leben vor allem viele ältere Menschen in zu großen Gebäuden und haben das, was gesucht wird: Platz. Hier gibt es erste Plattformen, die Angebot und Nachfrage zusammenbringen, wobei freilich viele rechtliche Fragen noch ungeklärt sind. Und ein feuchter Keller sei nun auch nicht eben ein geeigneter Raum etwa für Sammlungen, hieß es.

Friedrich etwa bietet verschiedene Boxengrößen an, die von 2,5 bis zu 13,5 Quadratmetern reichen. Dies entspreche dem Platz, den fünf Schreibtische oder der Inhalt einer durchschnittlichen 60 Quadratmeter großen Wohnung benötigten. Die Monatsmiete liegt hier zwischen 75 und 265 Euro. Wobei es Rabatte für lange Einlagerungen gibt. Die Kapazität sei nahezu ausgelastet, hieß es. Sehr gut sehe es in Darmstadt aus, so ein Sprecher der Prime Selfstorage GmbH (Wiesbaden), hinter der die börsennotierte Augsburger Patrizia Immobilien AG steht. Man sei rund ein Jahr nach der Eröffnung nahe der Rentabilitätsgrenze; das dauert gewöhnlich bis zu drei Jahre bei einer Auslastung von 60 Prozent. Zwei Drittel der Kunden sind hier wie am Markt generell Private. Das Sicherheitsniveau ist relativ hoch, aber die Unternehmen haften üblicherweise nicht, wenn eingelagerte Sachen durch Brände Schaden nehmen oder gestohlen werden. Die Stiftung Warentest rät, bei ausgelagertem Hausstand die Hausratversicherung zu informieren und einen zusätzlichen Versicherungsschutz je nach Wert abzuschließen.

Aber derlei bremst die Entwicklung nicht. Martin Brunkhorst, Geschäftsführer von Prime Selfstorage, der nach Angaben der „Immobilienzeitung“ als Papst der Branche hierzulande gilt, sieht die Zahl der Anlagen in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf 400 steigen, ohne dass dadurch der Markt wirklich gesättigt wäre. Aktuell sind es etwas mehr als 100 solcher Mietlager.

 

Dies ist ein Artikel von Achim Preu, der bei Echo Online erschienen ist.


Die Wiesbadener PRIME Selfstorage GmbH wurde 2011 gegründet. Der erste Standort in Hamburg-Harburg eröffnete 2013, insgesamt hat das Unternehmen fünf Standorte in Betrieb. Weitere Anlagen in mehreren Bundesländern sind in Planung. 

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Darmstadt/Wiesbaden, September 2017


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In den USA gab es die ersten Mietlager in den frühen Sechzigern. Heute sind es zehntausende. In Europa ist Großbritannien führend. Aber wachsende Nachfrage schafft sich auch hierzulande das entsprechende Angebot – in Südhessen hautnah zu beobachen: das Selfstorage-Geschäft boomt.