PRIME Selfstorage Blog


Wo Mainzer ihre Schätze aufbewahren können


Ob knallrotes Gummiboot, Omas altdeutsche Schrankwand oder Aktenordner mit wichtigen Unterlagen: Es gibt viele Dinge, die gelagert werden müssen, aber viel Platz wegnehmen. Vielen fehlt dieser Platz, ob vorübergehend oder dauerhaft. Anstatt sich von seinem Hausrat oder lieb gewordenen Dingen zu trennen, kann man deshalb beispielsweise Räume mieten, um sein Hab und Gut einzulagern. Neben dem Anmieten von privaten Garagen oder Schuppen hat sich mittlerweile das Modell der sogenannten Selfstorages (deutsch: Selbstlagerung) etabliert, bei dem Unternehmen gezielt Lagerraum für Privatpersonen und Gewerbetreibende gegen Bezahlung anbieten. Auch viele Mainzer nehmen dieses Angebot, das seinen Ursprung in den USA hat, mittlerweile in Anspruch.

Über 1000 Mieteinheiten

Ein Anbieter dieses Geschäftsmodells ist der Prime Selfstorage in Hechtsheim. Seit März 2016 werden am Heiligkreuzweg Lagerabteile ab einem Quadratmeter (max. 50) angeboten. „Die Nachfrage ist hoch, wir sind zufrieden mit der Auslastung“, sagt der Sprecher des Unternehmens Uly Foerster. In der Regel seien 60 Prozent der Kunden tatsächlich Privatleute, die beispielsweise Snowboards, Ski oder andere Geräte für Outdoor-Aktivitäten einlagerten. Einige nützten die Räume als Möbellager bei einem Umzug, kurzfristig als Zwischenlager bei einer Trennung oder einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt oder eben langfristig als Keller-Ersatz. Auch große private Sammlungen würden hier untergebracht, so Foerster. „Daneben gehören aber auch Geschäftsleute, wie zum Beispiel Ebay-Powerseller zu unseren Kunden, die hier ihre Waren einlagern oder auch Handwerker, die ihre Gerätschaften unterbringen.“ Insgesamt gebe es, so Foerster, rund 1100 Lagereinheiten in Hechtsheim, die man ab 6,95 Euro in der Woche mieten könne. Laut Foerster hat Prime Selfstorage rund neun Millionen Euro in den Standort Mainz investiert. Dafür biete das Unternehmen seinen Kunden klimatisierte Lagerräume und die Möglichkeit, auch außerhalb der Geschäftszeiten Gegenstände abholen oder einlagern zu können. Per Zugangscode können Kunden nach 18 Uhr durch das Schiebegatter gelangen und anschließend mit einem Pin-Code die Tür zu ihrem Lagerraum öffnen. Nach 23 Uhr werde die Anlage jedoch von einem Sicherheitsdienst abgeriegelt, so Foerster.  Doch das Unternehmen vermietet nicht nur Lagerraum. „Wir bieten den Leuten auch an, ein Postfach bei uns zu mieten.“ Darüber hinaus könne man bei Prime Selfstorage, so Foerster, Pakete oder Briefe frankieren und sie dann verschicken lassen. Das Unternehmen mit operativem Sitz in Wiesbaden betreibt deutschlandweit noch vier weitere Lagerzentren (Darmstadt, Mannheim, zwei in Hamburg) und hat bislang rund 50 Millionen Euro in seine Standorte investiert. Wie Sprecher Foerster sagt, sei es dem Unternehmen wichtig, helle, saubere und sichere Lagerräume anzubieten. Von der „Umwidmung alter Gebäude“ zu Lagerhallen habe man deshalb abgesehen.

500 Kilo schwere Mamorstatuen

Neben dem Prime Selfstorage bietet auch die Höhne-Grass GmbH auf dem Gelände der ehemaligen Waggonfabrik in Mombach große Lagerflächen zur Miete an. Auch hier können Boxen schon ab einem Quadratmeter gebucht werden. „Je nach Größe können die Abteile zwischen 25 und 300 Euro monatlich kosten“, sagt Lagerhaus-Leiter Steffen Lorenz. Zu den Kunden des Unternehmens gehören sowohl Privatpersonen als auch Gewerbetreibende. „Häufig werden Möbel eingelagert, aber es gibt zum Beispiel auch Handwerker, die hier ihre Arbeitsgeräte verwahren.“ Generell gelte große Diskretion, was die eingelagerten Gegenstände betreffe. Es werde nicht explizit kontrolliert, was sich in den Boxen befinde. Ab und zu bekämen die Arbeiter aber mit, was Kunden alles ins Lager lieferten. „Das kurioseste waren einmal Marmorstatuen, die zirka 1,70 groß waren und ungefähr zwischen 400 oder 500 Kilogramm gewogen haben“, so Lorenz.

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